Wer hat angerufen?

Geschichte der Telefonnummern in Österreich

Am 01.04.1881 entstand in der Friedrichstraße 6 Österreichs, die allererste Fernsprechanlage. 154 Teilnehmer nutzen diese Anlage, als sie gerade erst in Betrieb genommen wurde. Die Einführung dieser Sprechanlage stammte von Johann Philipp Reis und Alexander Graham Bell. Das Telefonieren funktionierte wie eine „Handvermittlung“ die sich Otto Schäffler ausdachte. Wenn alles Ordnungsgemäß ablief klappte es in etwa so, die Vermittlung aller Gespräche passierte durch sogenannte „Vermittlungsdamen“ diese steckte den jeweiligen Stecker in den richtigen Metallstöpsel wo der gewünschte Gesprächspartner auf der anderen Leitung war. Schon bald darauf wurden die Handvermittlungstelefone mit Kurbelinduktoren ausgestattet. Dadurch konnten die Teilnehmer signalisieren das Sie eine Vermittlungskraft benötigten, durch die Kurbelinduktoren wurde auch das Ende eines Gespräches gemeldet.

Im Dezember 1881 brach ein Brand im dem Ringtheater Wien aus. Das Theater besaß ein Telefonanschluss, dieser konnte allerdings nicht genutzt werden, da die Polizei noch nicht über einen Anschluss verfügte. Nach diesem Vorfall kümmerten sich allerdings alle öffentlichen Örtlichkeiten um einen Anschluss. 1882 stand allen Leuten eine öffentliche Sprechanlage zur Verfügung. Jeder Nutzer benötigte eine „Sprechkarte“. Die Gesprächsdauer betrug 5 Minuten. Die Entwertung dieser Sprechkarte erfolgte durch Lochung oder Abstempelung.

Im Jahre 1903 gab es sogar die erste Münztelefonautomaten. 1906 wurde eine einheitliche Gebührenpflicht eingeführt. Das bedeutet jeder Teilnehmer hatte eine bestimmte Anzahl an Gesprächen frei. Wurden diese überschritten, wurde der Teilnehmer neu eingestuft. Deswegen gab es sogar zwei verschiedene Modelle, Münztelefonautomaten die 1200 Gespräche frei hatten bis hin zu Modellen mit 12000 Gesprächen. Am 8. April im Jahre 1948 gab es ein landesweites, einheitliches Wählsystem. 1951 wurde in Wien das allererste Amt mit diesem System ausgestattet. Dann zwei Jahre später folgten noch weitere Ämter.

1957 ging das erste Versuchsamt mit Koordinatenschaltern in Betrieb. Es handelte sich um das Amt Wien-Döbling. Bei dem Koordinationsschaltersystem erfolgte zwar der Verbindungsaufbau, wie bei den anderen Systemen, weitgehend nur schrittweise, jedoch wurden keine Ziffern schrittweise fortbewegt, sondern sie wurden aufgenommen und dann anschließend gespeichert. Abschließend wurde im Koordinationsschalter der entsprechende Schaltpunkt „markiert“ danach wurde auch schon die Verbindung durchgeschaltet.

Um 1981 bis 1999 wurden alle Teilnehmer auf digitale Ämter umgeschaltet. Und das analoge Amt konnte somit abgeschaltet werden. Ab dem Jahre 1992 wurde ISDN der Öffentlichkeit angeboten. ISDN bedeutet Integrated Services Digital Network oder auch frei übersetzt integriertes Sprach-, Daten-, Netz.
Ab 1996/1997 erfolgte ein Mobilfunk-Sektor.

Die heutigen Rufnummern werden hauptsächlich von Telefongesellschaften vergeben. Und die Bundesnetzagentur verwaltet alle deutschen Nummern. Österreichische Kommunikationsbehörden wie Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) verwaltet die österreichische Telefonnummern.
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